Therapie von Angststörungen

In meiner Praxis für Kognitive Verhaltenstherapie ist die Behandlung von Angststörungen ein Schwerpunkt meiner Therapiearbeit. Die Therapie einer Angststörung ist vordergründig darauf ausgerichtet, dass meine Patient:innen die Funktion einer Angstreaktion besser kennenzulernen. Im zweiten Schritt erlernen die Betroffenen, wieder mehr Raum für ein erfülltes und neugieriges Leben einzunehmen.

 

Es gilt herauszuarbeiten, dass die Angst akzeptierbar ist und daneben ein reichhaltiges Leben möglich ist.

 

Dafür braucht es in der Praxis den Einsatz erprobter Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie.

Das Ziel der Kognitiven Verhaltenstherapie bei Angststörungen: Das Gehirn verlernt alte ungünstige Angst- und Vermeidungs-Muster und erlernt günstigere Muster, die in ein selbstwirksames Tun und eine freie Lebensgestaltung münden.

 

Im Prinzip ist der Kerngedanke der Kognitiven Verhaltenstherapie, Sie wieder zu einer Dirigent:in Ihres Lebens zu machen.

Wie ist der Ablauf einer Therapie bei einer Angststörung?

Im Rahmen der Kognitiven Verhaltenstherapie in meiner Praxis erfahren Sie:

  • alle Informationen zu: Was passiert im Körper, wenn Sie starke Angst erleben?
  • das nachvollziehbare Wissen, dass eine Angst- und/ oder eine Panikstörung nachweislich sehr gut mit Hilfe der Kognitiven Verhaltenstherapie therapiert werden kann.
  • eine ausführliche Problemdiagnostik Ihrer psychischen Beschwerden und einen Ausblick, welche Schritte ich in Ihrer Therapie plane.
  • das Lernen der Werkzeuge der Kognitiven Verhaltenstherapie. Kurz: Sie werden zu Ihrer eigenen Detektivin Ihrer ungünstigen Bewertungsmuster und wie sie diese verändern und langfristig neu im Gehirn verankern können. 
  • den Blick auf Ihre Lebensgeschichte. Gab es Lebensphasen, die sie heute daran hindern, ein erfülltes Leben zu führen? Wenn ja: Wer oder was hindert sie, diese Erfahrungen hinter sich zu lassen? Brauchen Sie Ihre alten Gefühle noch oder kann Ihr »starker Anteil« eine neue Geschichte schreiben?
  • den Mut, sich Ihren möglicherweise bisher gemiedenen Lebensfragen zu stellen. Wir fragen: Will die Angst Ihnen etwas Wichtiges sagen? Was sind aktuell Ihre bedeutenden Lebens-Themen?
  • einen geschützten Raum, in dem Sie so vielschichtig sein dürfen, wie Sie sind - vielleicht mal ungeduldig, mal wütend, mal weinend, und oft lachend. Hauptsache, Sie sind ganz Sie selbst.

Herzlich willkommen in meiner Praxis für Kognitive Verhaltenstherapie. Ich freue mich auf Sie!


Welche Formen von Angst gibt es?


Angststörungen werden im internationalen Diagnosesystem ICD-10 unter der Hauptkategorie F4 zusammengefasst. Die Angst wird dabei durch objektiv nicht gefährliche Objekte oder Situationen ausgelöst und führt zu starken Angstgefühlen und starkem Vermeidungsverhalten.

Panikattacke

Was ist eine Panikattacke?

Bei einer Panikattacke erlebt die betroffene Person eine intensive Angstreaktion ohne einen objektiv erkennbaren Auslöser.

Die typischen Symptome einer Panikstörung sind Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Schwitzen oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

 

Eine Panikattacke ist in der Regel nicht lebensgefährlich und flaut meist nach einigen Minuten wieder ab. Oft leiden Menschen mit einer Panikstörung gleichzeitig unter einer Agoraphobie (Angst vor großen Plätzen oder Reisen oder/ und Orten ohne Fluchtmöglichkeit). Wiederkehrende Panikattacken führen häufig zu einer Angst vor der Angst und können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. 

Agoraphobie

Was ist Agoraphopie?

Bei einer Agoraphobie meiden die Betroffenen Situationen oder Orte, bei denen sie befürchten, dass sie im Notfall  Notfall keine schnelle Hilfe erhalten und aus denen eine Flucht schwierig erscheinen könnte.

 

Sehr häufig sind dies Menschenmengen, Warteschlangen, öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufszentren oder weite Plätze. Dabei macht nicht die Situation selbst Angst, sondern die vermutete Möglichkeit, an einem dieser Orte eine Panikattacke oder starke körperliche Beschwerden zu erleben.


Soziale Phobie

Was ist eine soziale Phobie?

Hier empfinden die Betroffenen große Angst, dass sie von anderen negativ bewertet, kritisiert oder abgelehnt werden. Menschen mit einer sozialen Angststörung vermeiden insbesondere Situationen, in denen sie im Mittelpunkt stehen oder mit anderen Menschen in Kontakt treten müssen – zum Beispiel bei Gesprächen, bei Verabredungen zum Essen in der Öffentlichkeit oder bei Vorträgen. das Kennenlernen neuer Menschen. Dabei sind große Menschenansammlungen oft nicht das Problem, denn da können die Betroffenen eher »unter dem Radar« laufern, sondern eher kleine Zusammenkünfte, bei denen der Spot auf die betroffene Person fallen könnte. 

 

Menschen mit einer sozialen Phobie kämpfen in interaktiven Mittelpunkt-Situationen mit körperlichen Symptomen wie Erröten, Zittern, Herzklopfen oder Schwitzen, die wiederum zu starken Schamgefühlen führen können.

Generalisierte Angst

Was ist eine generalisierte Angststörung?

Leiden Betroffene über einen längeren Zeitraum unter anhaltenden und schwer kontrollierbaren Sorgen und beziehen sich die Ängste überwiegend auf verschiedene Lebensbereiche wie Gesundheit, Familie, Arbeit oder Finanzen und stehen diese Ängste in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Situation, ist höchstwahrscheinlich eine generalisierte Angststörung am Werk. 

Erkennbar auch an den typischen körperlichen Beschwerden wie innere Unruhe, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen oder schneller Erschöpfung.


Spezifische Phobie

Was ist eine Phobie?

Empfinden Menschen eine starke und anhaltende Angst vor bestimmten Objekten, Tieren oder Situationen, die objektiv betrachtet kaum oder keine Gefahr darstellen, leiden sie sehr wahrscheinlich an einer spezifischen (isolierten) Phobie. Häufige Beispiele sind die Angst vor Spinnen, Höhen, Spritzen oder dem Fliegen. Betroffene wissen meist, dass ihre Angst übermäßig ist, erleben sie jedoch als kaum kontrollierbar.

 

Deshalb vermeiden die Betroffenen die angstauslösenden Situationen wie Fahrstuhl fahren häufig im Alltag. Leidensdruck entsteht häufig erst dann, wenn die gemiedenen Situationen sich ausweiten oder in der Lebensführung zu Problemen im Beruf oder zu Konflikten mit Menschen im Umfeld führen.