Die Integrative Kognitive Verhaltenstherapie (IKVT) nach Stavemann ist im Prinzip eine Erweiterung der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Kurz gesagt spürt auch die IKVT gemeinsam mit der Patient*in die Denkfehler auf, die für psychische emotionale Beschwerden ungünstig sind. Jedoch überprüft die IKVT bereits in der ersten Kontaktphase, welche Ursachen hinter den emotionalen Turbulenzen der Patient*innen stehen.
Die IKVT überzeugt mich in meiner therapeutischen Arbeit, weil nicht nur die Symptom-Beschwerden im Blickfeld der Therapie stehen, sondern die oft tief vergrabenen Probleme hinter dem vorgetragenen Symptom sich zeigen. Im späteren Verlauf der Therapie ergibt sich daraus oft ein großer Erkenntnisgewinn für meine Patient*innen, der darin mündet, dass eine vollkommen neue Sichtweise auf ihre bisher angewendeten Lebensstrategien sich zeigt.
Erst jetzt sehen Patient*innen häufig, dass die bisherige Sicht- und Verhaltensweise ihnen das Leben unnötig schwer gemacht hat. Diese Erkenntnis und die daraus abgeleiteten neue erarbeitete Bewältigungsstrategie führen in der Regel zum Wendepunkt - zu einer veränderten und verbesserten Lebensqualität - und damit zu einem Nachlassen des psychischen Leidensdrucks.
Ein Beispiel: Eine Patient*in kommt in die Praxis und ist seit mehreren Wochen traurig und antriebsschwach. Neben den klassischen Diagnostik-Clustern wie beispielsweise eines möglichen depressiven Syndroms, das hinter den Beschwerden stecken kann, fokussiert sich die IKVT-Therapeut*in auf das verursachende Problem hinter den Symptomen. In diesem Fall würde die Therapeut*in sehr genau nachfragen, was genau die Faktoren sind, die dafür sorgen, dass die Patient*in ihre Traurigkeit aufrecht erhält.
WOZU braucht die Patient*in Ihre Traurigkeit?
Was hier sehr simpel klingt, ist eine individuelle therapeutische Reise in das Land der Normen, Werte und Regeln der Patient*in. Ihre Lebenserfahrungen und die daraus abgeleitete Bewältigungsstrategien für die Vermeidung von unangenehmen Gefühlen nimmt die IKVT-Therapeutin mit Gesprächstechniken, wie z. B. dem Sokratischen Dialog sorgfältig unter die Lupe.
SKR-Protokoll strukturiert den Erkenntnisprozess
Die Patient*innen lernen über ein SKR-Protokoll zum Problem, den Hintergründen ihrer emotionalen Symptome auf die Spur zu kommen.
Dieses Werkzeug ermöglicht meinen Patient*innen ein strukturiertes Vorgehen, dass sie auch nach der Therapiezeit jederzeit bei einer psychisch belastenden Situation anwenden können. Lesen Sie dazu auch: Leitfaden SKR-Protolle in der IKVT selbst anwenden.
Erkenntnis und Übung der neu gestalteten Denkmuster
Ans Licht kommen häufig oft lang verschüttete unbewußte ungünstige und starre Denkmuster, gelernte Normen und Werte, die im Hinblick auf die verfolgten Lebensziele der Patient*in zu Situationen führen, die mit einem erheblichem Leidensdruck für die Patient*innen einhergehen.
Versteht eine Patient*in die Ursachen Ihrer psychischen Beschwerden, fällt oft ein großer Stein der Erkenntnis zu Boden. Hier beginnt der IKVT-Weg der Verankerung und der NEU-Bahnung im Gehirn, damit die alten Emotions- und Denkmuster überschrieben werden.
Das Therapieziel: Das Problem hinter der nicht gewünschten Emotion ist erkannt, verstanden und überschrieben und die Patient*in hat gelernt, was sie selbst tun kann, wenn sie unangenehme Gefühle wahrnimmt, die psychisch belastende Beschwerden auslösen.
Es ist menschlich, unangenehme Gefühle vermeiden zu wollen. Der Haken daran: Gefühle sind wertvolle Hinweise unserer Seele, wohin die Reise in Punkto persönliche Weiterentwicklung gehen sollte. Je mehr wir verhindern, dass unsere Gefühle sich zeigen, desto hartnäckiger sind sie gewöhnlich an unserer Seite. Sind dann emotionale und / oder körperliche Beschwerden nicht mehr zu ignorieren, kann es gut sein, dass ich in meiner Praxis mit den Betroffenen etwas graben muss, bevor sich die eigentlichen Probleme hinter den Gefühlen zeigen.
In der Integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie unterscheiden Therapeut*innen grob gesagt 3 große Problemfelder.
In der IKVT-Therapie sind sie die großen Game-Changer. SELBSTWERT-VERKNÜPFUNGEN mit pauschalen eigenen oder fremden abwertenden Urteilen. Wir alle kennen die Freude über ein Kompliment, die Angst vor einer schlechten Kritik ebenfalls. Während ersteres den Selbstwert in der Regel erhöhen kann, ist eine schlechte Kritik für nicht wenige Menschen Grund genug, sich selbst in Frage zu stellen. Führt diese Infragestellung zu ungünstigen Verhaltens-Strategien oder unerwünschten Gefühlen, kann ein Großteil der Menschen häufig schnell in einen gesunden Bewältigungsmodus zurückkehren. Betroffene, die dauerhaft ihren Selbstwert gefährdet sehen oder unerwünschte Emotionen wie Panikgefühle oder ungünstiges Vermeidungsverhalten erleben, leiden unter der pauschalen ungünstigen eigenen Abwertung ihres Selbstwertes.
Hier zeichnet die IKVT einen klaren Weg aus dem psychischen Dilemma. Indem die IKVT die betroffene Person mit ihren Wünschen, Zielen und Werten betrachtet und diese mit philosophischen Werte-Fragen und gleichzeitig nach möglichen vorhandenen Denkfallen sucht, bildet sich im therapeutischen Prozess ein für die Patient*in passendes neues Denkmodel.
Die Methoden und Fragetechniken der IkVT richten sich dabei sehr individuell auf die Patient*innen mit ihren eigenen subjektiven Wahrheiten. Das Ziel ist nicht, herkömmliche Wahrheiten zu benutzen, sondern die eigene neue Wahrheit der Patient*in zu finden.
Privatpraxis für Psychotherapie
CHARLOTTE SANDER
- Heilpraktikerin für Psychotherapie
Mühlenweg 144, 3. Etage - Fahrstuhl
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